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ATP Challenger
„Leistungsstarkes Feld wie noch nie“

ATP Challenger: „Leistungsstarkes Feld wie noch nie“
Organisator Marc Raffel freut sich im Gespräch mit den Meerbuscher Nachrichten auf das Turnier am Eisenbrand. FOTO: Raffel
Büderich. Am kommenden Wochenende beginnt mit den "Tennis Open Stadtwerke Meerbusch"
das sechste ATP Tennisturnier in Meerbusch. Die Meerbuscher Nachrichten sprachen mit Veranstalter Marc Raffel über die Vorbereitungen und Perspektiven der größten Sandplatz Tennisveranstaltung in Nordrhein-Westfalen.

In ein paar Tagen geht es los mit ATP Tennis an Rhein & Ruhr. Sind Sie entspannt?
Marc Raffel: Ja und nein. Zu Anfang der Sommerferien bin ich ja traditionell in Urlaub aber auch von dort aus musste ich, wie immer, für das Turnier arbeiten.
 
Was denn zum Beispiel?
Marc Raffel: Das Programm-Magazin geht immer zehn Tage vor der Veranstaltung in Druck, dies muss redigiert und Korrektur gelesen werden. Das muss dann halt im Urlaub stattfinden. Wir haben ja traditionell den Anspruch, ein ansprechendes Programm-Magazin zu produzieren. Auch viele weitere organisatorische Dinge sind dann aus dem Urlaub zu regeln.

Wirkt sich denn das Wetter auch auf das Turnier aus?
Marc Raffel: Auf Grund der Hitze der vergangenen Wochen ist es zur Zeit schwer, bei den Herstellern Elektrolyt-Getränke für die Spieler zu bekommen. Da mussten wir dieser Tage ein paar Klimmzüge machen, aber es ist uns unter Mithilfe unserer Partner gelungen, das benötigte Kontingent zu sichern.

Was sagen Sie zum Teilnehmerfeld?
Marc Raffel: Ich bin ehrlich gesagt begeistert: So ein dichtes, leistungsstarkes Teilnehmerfeld hatten wir noch nie! Ob Deutschlands Top 100 Spieler Yannick Hanfmann, Deutschlands Shooting-Star Rudolf Molleker oder die Weltklassespieler Thiemo de Bakker, Perdo Sousa, Andreas Haider-Maurer, Simone Bolelli und Dustin Brown und viele mehr, wir haben in diesem Jahr ein erlesenes Teilnehmerfeld.

Wer ist Ihr Favorit?
Marc Raffel: Ganz schwer zu sagen. Ich würde mich natürlich über einen deutschen Champion besonders freuen. Vielleicht Yannick Hanfmann, Rudolf Molleker oder Dustin Brown? Dustin hätte es auch einmal verdient, er startet hier in Meerbusch bereits das vierte Mal.
 
Gibt es ein paar Neuerungen rund um das Turnier? 
Marc Raffel: Ja klar. Neben Weltklassetennis haben wir das Rahmenprogramm deutlich verbessert. Von Dienstag bis Samstag steigt täglich nach dem Match des Tages ein tolles Eventprogramm. Außerdem haben wir wertvolle Gewinnspiele im Angebot und eine Kinderanimation im Tennisdorf. Schließlich haben wir in diesem Jahr wieder unsere Tribüne um weitere 200 Plätze ausgebaut. Nach den ausverkauften Tagen aus dem letzten Jahr war dies bestimmt eine richtige Entscheidung. Schließlich haben wir auch in die Technik vor Ort investiert. Eine kleine Bühne für die Show Acts, eine erweiterte Soundanlage, und, und, und. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir wieder eine Schippe drauf gelegt haben. 
 
Auch in anderen Bereichen?
Marc Raffel: Ja, wir haben unser gesamtes Organisationsteam vergrößert. Zum Beispiel helfen uns in diesem Jahr über 50 Ballkinder und 30 Linienrichter (= 80 Officials), dass ist eine Steigerung von über 20 Prozent, auch die Platzmeister sind von zwei auf vier Personen aufgestockt worden. Gut 100 Personen gehören mittlerweile zum unmittelbaren Helferstab. Schließlich haben wir in diesem Jahr viel Arbeit in Sachen Social Media Marketing gesteckt. Hier gilt es, ein dickes "Dankeschön" an unseren neuen digitalen Partner, die Adisfaction AG, los zu werden. Die Agentur mit Tim Riepenhausen und Maik Erkelenz unterstützt uns vorbildlich, mit tollen Ergebnissen.  Die Digitalisierung schreitet voran und wir dürfen hier den Anschluss nicht verpassen.

Eine professionelle Veranstaltung lebt von Sponsoren. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?
Marc Raffel: Sehr positiv. Wir können mittlerweile auf sehr viele langjährige Partnerschaften stolz sein und es kommen immer wieder neuer Sponsoren hinzu. Tennis ist in der Wahrnehmung der Gesellschaft längst wieder bestens angekommen, Tendenz weiter steigend, denn wir haben mit Wimbledonsiegerin Angelique Kerber und Alexander Zverev wieder zwei absolute Spitzen-Aushängeschilder in Deutschland. Man spürt förmlich, wie der Markt anzieht. Zwar können die absoluten Zahlen mit dem Fußball nicht mithalten, aber das Tennispublikum und das weitere Umfeld ist für Sponsoren halt eine sehr interessante Zielgruppe. Das spricht sich immer mehr herum.

Die Veranstaltung hat sich mittlerweile bestens etabliert. Wo soll die Reise noch hingehen?
Marc Raffel: Erst einmal wollen wir in diesem Jahr erfolgreich arbeiten. Wenn dieses Ziel erreicht ist, planen wir die Zukunft. Über eine Erhöhung des Preisgeldes könnte man beispielsweise zu einem strahlenden Abschluss-Event der europäischen Aschenplatzsaison werden. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass dies möglich ist. 

Welche Turnierkategorie wäre das dann?
Marc Raffel: Man könnte zum Beispiel die höchste Challenger Kategorie anpeilen, das heißt mit einem Gesamtpreisgeld von 127 000 US-Dollar, das würde jedoch bereits eine Verdopplung des Budgets bedeuten. Wichtig ist vor allem, dass wir die Veranstaltung weiter zu einem gesellschaftlichen, menschenfreundlichen Highlight entwickeln. Hierzu gilt es viele Dinge zu berücksichtigen.

Was denken Sie in diesem Zusammenhang über die Gedanken einer Olympiabewerbung der Rhein Ruhr Region?
Marc Raffel: Die Idee und die Entwicklungen, getrieben durch den Kölner Sportunternehmer Michael Mronz, finde ich ganz großartig! Das Konzept ohne protzige Neubauten mit den vorhandenen Sportstätten hätte einen besonderen Charme und eine besondere Stärke. Mit einer geachteten internationalen Sportveranstaltung wie den "Tennis Open Stadtwerke Meerbusch" könnte man der Debatte ebenfalls positiven Schwung verleihen.