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ATP Challenger
Unter die Top 100 der Welt

ATP Challenger: Unter die Top 100 der Welt
Auch Yannick Hanfmann wird am kommenden Wochenende nach Meerbusch kommen. Im Finale des ATP Tennisturniers in Braunschweig siegte er und sprang unter die Top 100 der ATP Weltrangliste. FOTO: Raffel/TC Weinheim Tennis Bundesliga
Büderich. Auch Yannick Hanfmann wird am kommenden Wochenende nach Meerbusch kommen. Im Finale des ATP Tennisturniers in Braunschweig siegte er und sprang unter die Top 100 der ATP Weltrangliste.

Vor vier Wochen feierte er seinen größten Erfolg als Tennisspieler: Yannick Hanfmann, 26-jähriger neuer Deutscher Weltklassespieler bezwang Jozef Kovalik (SLO) im Finale des ATP Tennisturniers in Braunschweig und sprang unter die Top 100 der ATP Weltrangliste. Als Nr. 7 der Setzliste bezwang er dort hintereinander Nicola Kuhn (GER) mit 6:1 6:3, Dustin Brown (GER) nach einer Steigerung mit 3:6 7:6 und 6:2, im Viertelfinale den an Position zwei gesetzten Roberto Carballes Baena (ESP 4:6 6:4 und 6:2 und im Halbfinale Andrea Arnaboldi (ITA) 6:4 und 6:2.

Yannicks Aufstieg kündigte sich jedoch bereits seit einigen Wochen und Monaten an. So triumphierte er beim ATP Turnier in Ismaning im vergangenen Jahr mit einem 6:4 3:6 und 7:5 Finalsieg gegen Lorenzo Sonego (ITA) und im vergangenen Juni mit dem Turniersieg beim ATP Turnier in Schymkent (Kasachstan). Dort bezwang er im Finale Roberto Cid Subervi aus der Dominikanischen Republik. Yannick Hanfmann machte sein Abitur und studierte anschließend International Relations an der University of Southern California. In den Jahren 2012 bis 2015 spielte er in der USA NCAA College Tennis.

Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Im letzten Jahr qualifizierte Yannick Hanfmann sich bei den BMW Open in München für das Hauptfeld und erreichte gleich das Viertelfinale. In Runde eins bezwang er Gerald Melzer mit 6:4 5:7 und 6:1, bevor in Runde zwei auch Thomas Belucci (BRA) in drei umkämpften Sätzen mit 7:6 4:6 und 7:5 das Nachsehen hatte. Im Viertelfinale leistete Yannick Hanfmann dem ATP Top 15 Spieler Roberto Bautista-Agut zwar beherzte Gegenwehr unterlag jedoch mit 3:6 und 3:6.

Kurze Zeit später erreichte er auch beim ATP 250er Turnier in Gstaad (SUI) mit zwei Siegen in der Qualifikation das Hauptfeld, in dem er dann aber an Fabio Fognini (ITA) scheiterte. Im letzten Jahr debütierte Yannick auch in der Deutschen Davis-Cup Mannschaft in der Relegationspartie gegen Portugal. Jedoch unterlag er in seinem Einzel Joao Domingues in zwei Sätzen. Daß er auch Doppel spielen kann bewies er in diesem Jahr bei den ATP Turnieren in Panama und Mexiko, die er beide im Doppel an der Seite von seinem Landsmann Kevin Krawietz gewinnen konnte. Kurios: 

Trotz Schwerhörigkeit wird Yannick zum Weltklassespieler

Yannick Hanfmann ist seit seiner Geburt schwerhörig und schafft es nun zum Weltklasse-Tennisspieler, einfach fantastisch! Ohnehin begeistert seine Vita mit Abitur, erfolgreichem Studium und anschließender Tennisprofikarriere. Mit seinen 26 Jahren gehört Yannick zu den jüngeren der Top Tennisspieler. "Ich denke, er fängt gerade erst an, denn er spielt erst im dritten Jahr auf der tour", so Veranstalter Marc Raffel, "super, dass er sich hier in Meerbusch präsentiert". Mit 193 cm Körpergröße und einem Kampfgewicht von 86 kg strahlt der am 13. November 1991 in Karlsruhe geborene Yannick Hanfmann eine beeindruckende Präsenz auf dem Court aus.

Seine Rückhand schlägt der Rechtshänder beidhändig, trainiert wird er vom Deutschen Ex-Profi Lars Übel. Über 300.000 US Dollar verdiente sich Yannick Hanfmann bisher auf der ATP tour, Tendenz steigend. So reicht es derzeit zu einem ATP ranking 99 im Einzel, auch hier Tendenz steigend. Tennis-Bundesliga spielte Yannick ebenfalls. In den Jahren 2014 & 2015 trat er für den TC Weinheim an, in 2016 für Kurhaus Lambertz Aachen. Aktuell gehört Yannick Hanfmann zu den Top 8 der Deutschen Tennisprofis (Stichtag 16.07.18): 1. Alexander Zverev (ATP Nr. 3), 2. Philipp Kohlschreiber (ATP Nr. 24), 3. Peter Gojowczyk (ATP Nr. 40), 4. Mischa Zverev (ATP Nr. 47), 5. Maximilian Marterer (ATP Nr. 49), 6. Jan-Lennart Struff (ATP Nr. 53), 7. Florian Mayer (ATP Nr. 94), 8. Yannick Hanfmann (ATP Nr. 99), 9. Yannik Maden (ATP Nr. 132), 10. Mats Moraing (ATP Nr. 149).