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Freifunk: Freies Netz für al le

Freifunk: Freies Netz für al le
Freifunkt für alle - sowie bei der AWO in Neuss. Darüber freuen sich Hans Christian Markert, Bülent Öztas und Lukas Lamla (v.l.) FOTO: kg
Rhein-Kreis Neuss. Freies WLan-Netz für alle - zumindest im Rhein-Kreis Neuss ist das der Wunsch von Landratskandidat Hans Christian Markert, der gemeinsam mit MdL Lukas Lamla die Idee vorgestellt hat. Meerbusch und auch Dormagen sind dabei Vorreiter im Kreisgebiet. Von Kellys Grammatikou

Bülent Öztas freut sich. Der Geschäftsführer der AWO in Neuss hat nun zwei sogenannte Freifunk-Router im Haus an der Adolfstraße in Neuss stehen. Das bedeutet freies, nicht verschlüsseltes WLan nicht nur für die Bewohner des AWO-Hauses, sondern auch für alle, die sich in unmittelbarer Nähe des Hauses aufhalten. . Initiiert wurde dieses Engagement von Hans Christian Markert, dem Landratskandidaten von SPD, Grünen, Linkspartei, Piraten und Die Aktive, zusammen mit Lukas Lamla, dem Neusser Landtagsabgeordneten der Piraten, welche die Idee des Freifunks im Hause der AWO nochmal verdeutlichten. „Freifunk ist mehr als nur freies WLAN. Die Arbeit der Freifunker dient dem Gemeinwohl. Ziel wäre es, ein flächendeckendes freies WLan im gesamten Kreisgebiet“, so Hans Christian Markert. Gerade Orte wie Dormagen aber auch Meerbusch würden im Kreis eine Vorreiterrolle einnehmen, betont Lukas Lamla. Hier seien die Freifunker besonders aktiv.

Freifunk geht ganz einfach und jeder kann dabei mitmachen. Lediglich die Investition von 20 Euro in einen Router wären notwendig. „Dann schließt man den Freifunkrouter an seinen eigenen Heimrouter an. Online muss eine spezielle Software installiert werden, die von den Freifunkern extra für diese Router geschrieben worden ist. Darin stellt man auch ein, wie viel Megabit seines Heimnetzes dem freien Netz zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Lamla weiter. So würden zwei getrennte Datenautobahnen entstehen. Das surfen im eigenen Netz wäre immer sicher und gewährleistet. „Aber man würde den Menschen WLan zur Verfügung stellen, die vielleicht nicht die Möglichkeit dazu haben“, ergänzt Markert und zielt damit auf die Flüchtlinge, die oft nur über ihr Handy und einem WLan Netz Kontakt zur Heimat oder zur Familie haben. „In Meerbusch funktioniert das übrigens sehr gut“, weiß Lukas Lamla. Und Meerbusch baut weiter aus. „Selbst heute sind wieder neue Freifunk-Router installiert worden“, sagt Marc Jansen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender „Die Linke“ und Piratenpartei aus Meerbusch. Infos gibt es auch unter www.freifunk-meerbusch.de

(StadtSpiegel)