| 10.12 Uhr

50 Jahre Trommeln und Fanfaren

50 Jahre Trommeln und Fanfaren
In diesem Jahr werden die Damden und Herren des Bundesfanfarencorps 1968 noch kräftiger in die Fanfaren blasen. Zum einen stellen sie mit Thomas Kepurra den Büdericher Schützenkönig, zum anderen feiern sie das 50-jährige Jubiläum des Corps. FOTO: vuhl
Büderich. Des Königs Mannen haben in diesem Jahr noch einen Grund zu feiern: das 50-jährige Jubiläum des Bundesfanfarencorps 1968 steht an. Von Alexander Ruth

Mit nur einem gezielte Schuss von Thomas Kepurra wurde das Bundesfanfarencorps 1968 pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum zur Königskompanie der Büdericher Bruderschaft. Kein Wunder, dass die Fanfaren der rund 50 Spielleute besonders schwungvoll schmetterten und die Landsknechtstrommeln mit besonderer Inbrunst gerührt wurden. Denn nach einem halben Jahrhundert wechselvoller Geschichte steht die Truppe heute als anerkannt bestes Fanfarencorps in weitem Umkreis da. Die große Mannschaftsstärke sorgt dafür, dass es stets ein wuchtiger Ohrenschmaus ist, wenn die blaugewandeten Spielleute irgendwo aufziehen.

Die Idee das Corps zu gründen, kam am Schermittwoch 1968 bei der Karnevalsgesellschaft Büdericher Heinzelmännchen auf. Schon zum Festabend im Oktober traten dann 12 Bläser und vier Trommler in Landsknechtsuniform auf. Der Vorsitzende Heinz Heusener und Corpsleiter Hans Dohmen hatten die Truppe in kurzer Zeit spielfähig gemacht. Doch schon zwei Jahre später kam nach ersten Erfolgen die große Krise. Aus der Truppe bildete sich das 1. Büdericher Fanfarencorps und nur drei Mitgliedern blieben bei der Stange. Schützenkönig Konny Kamp übernahm den Vorsitz und stellte kurzerhand ein Jugendfanfarencorps auf die Beine, das ebenfalls schnell erfolgreich wurde. 1973 entließen die Heinzelmännchen das Fanfarencorps dann in die Selbstständigkeit. Seither spielt das Fanfarencorps am Pfingstmittwoch den Großen Zapfenstreich in Büderich – mittlerweile seit 45 Jahren. Nachdem schon seit 1970 Frauen – die ersten im Büdericher Schützenwesen – mitmarschierten, gelang es zehn Jahre später mit Birgitta Lorenz der ersten Dame auch Kompaniekönigin zu werden. Seit 1982 führt das Fanfarencorps 1968 seinen heutige Namen, seit 1989 werden die charakteristischen Uniformen getragen und den Ehrentitel Bundesschützenfanfarencorps verlieh der Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften 1990 als Gütesiegel. Beim Wertungsspielen konnte 2003 sogar die Traumnote 1+ erreicht.

Das Fanfarencorps ist allerdings nicht nur in der Schützensaison unterwegs, sondern auch im rheinischen Karneval und im St. Martinsbrauchtum eine feste Größe.

Unvergessen ist Jörg Reisdorf, der als Corpsleiter über drei Jahrzehnte die Truppe geformt und zu großer Qualität geführt hat und jetzt den „Unruhestand“ als Spielmann im Corps genießt. Auf ihn folgte 2012 zunächst Patrick Wirtz, dann der aktuelle Corpsleiter Jens Cox.

Das Jubiläum wird bereits seit langem vorbereitet und soll am 18. August in der Osterather Halle 9 zünftig gefeiert werden. Während Thomas Kepurra vom Kompaniekönig 2017 zum Regimentskönig avanciert ist, amtiert Ehefrau Silke zugleich als Passivenkönigin des Corps.

Kompaniekönig im Jubeljahr ist Mark Birgels, Jungkönig Elias Augustin.

(Report Anzeigenblatt)
Weitere Empfehlungen für Sie!Anzeige