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Parkgebühren in Büderich

Parkgebühren in Büderich
Parken auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz soll bald nicht mehr kostenlos sein. CDU und Grüne haben sich bereits festgelegt. FOTO: Stadt/pixelkorn
Büderich. Ein Euro oder nur 0,50 Euro pro Stunde? Das scheint aktuell die Frage. Die Mehrheit von CDU und Grünen im Meerbuscher Stadtrat wird am 14. Dezember bei der nächsten Ratssitzung über Parkgebühren auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz abstimmen. Dass sie kommen, scheint sicher. Von Alexander Ruth

Schon lange sind Parkgebühren am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich im Gespräch. In der Sitzung des Stadtrates am 14. Dezember könnte dies beschlossen werden. Denn sowohl die Verwaltung als auch die Koalition von CDU/Grüne mit Mehrheit im Meerbuscher Stadtrat haben das Projekt auf dem Plan. „Und wir sehen die Umsetzung für 2018“, sagt Werner Damblon, Meerbuschs CDU-Chef. Geht es nach den beiden Meerbuscher Parteien, sollen für den gesamten Dr.-Franz-Schütz-Platz Parkgebühren eingeführt werden. Dabei schlägt die Verwaltung 0,50 Euro pro Stunde vor, CDU und Grüne würden am liebsten einen Euro pro Stunde kassieren. Die Höchstparkdauer würde dann bei drei Stunden liegen. Insgesamt zählt der Dr.-Franz-Schütz-Platz 288 Parkplätze. Aktuell sind 127 für Dauerparker vorgesehen. „Diese Zahl könnte noch gesenkt werden“, sagt Michael Gorgs, Sprecher der Stadt Meerbusch. „Die Politik würde gerne eine höhere Fluktuation auf dem Platz sehen.“ Geht es nach den Plänen von CDU und Grüne, würde Dauerparkern ein Monatsticket angeboten werden. Dieses soll dann 45 Euro pro Monat kosten. War in früheren Überlegungen ein Parksystem mit Schranken zu dem Parkplatz vorgesehen, soll es dies aktuell nicht geben. Dafür würden Ticketautomaten aufgestellt – sieben an der Zahl. „Das erfordert natürlich dann auch eine bessere Überwachung.“ CDU und Grüne würde dafür eine weitere Stelle schaffen. Das kostenpflichtige Parken würde immer während der bestehenden Ladenöffnungszeiten fällig: von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. Die Politik rechnet mit Anschaffungskosten von rund 45.000 Euro, mit Wartungskosten im Jahr von 17.500 Euro. Bei den Einnahmen gibt es zwei Rechnungen: Kommt ein System mit 0,50 Euro pro Stunde, sieht die Verwaltung Einnahmen von 117.000 Euro pro Jahr. Werden hingegen die Pläne von CDU und Grüne umgesetzt, sollen rund 200.000 Euro pro Jahr in die Stadtkasse fließen. Am 14. Dezember (17 Uhr, Städtisches Meerbusch-Gymnasium, Mönkesweg 58) findet die nächste Ratssitzung statt. Dort müssen Meerbuschs Politiker dem Vorhaben noch zustimmen.

(Report Anzeigenblatt)