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Die Prioritäten sind eindeutig grün

Die Prioritäten sind eindeutig grün
Nur mit einer konsequent umgesetzten Energiewende im Gebäudebereich können die Klimaziele erreicht werden – jeder Bauherr und Renovierer kann dazu seinen Beitrag leisten. FOTO: djd/UDI/istock
(djd). Immobilien: Ökologie schlägt Smart Homes - die Menschen wollen lieber wieder „grün“ wohnen. Von Kellys Grammatikou

Wenn von der glorreichen Zukunft der Smart-Home-Technik die Rede war, dürfte der mitdenkende Kühlschrank das meistgenannte Beispiel gewesen sein: Er sollte selbstständig seinen Inhalt kontrollieren und eigenständig neue Butter und neue Milch bestellen. Heute ist klar, dass sich die entsprechenden Anwendungen viel langsamer als geplant verbreiten – einer Arag-Umfrage aus dem Jahr 2017 zufolge wohnen nicht einmal zehn Prozent der Bundesbürger in einem Haus mit Smart Home-Technologie. Viel weiter ist man beim Thema ökologisches Bauen und Wohnen: Die Deutschen wissen längst, dass die Energiewende nur mit einer ökologischen und energieeffizienten Bauweise gelingen kann.

Eine Umfrage im Auftrag des Nürnberger Finanzdienstleisters UDI bestätigte nun diese Prioritäten: Wenn sie sich zwischen einem ökologisch gebauten und energieeffizienten Haus und einem Smart Home entscheiden müssten, würden 84 Prozent das strahlungsarme und mit natürlichen Baustoffen errichtete Gebäude wählen und nur 16 Prozent das Smart Home mit digitaler Vernetzung. „Immer mehr Menschen legen Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil und somit auch auf ökologisch sinnvolles Wohnen“, kommentiert Wohn-Experte Georg Hetz die Ergebnisse. Ganz vorn bei der Bauweise lag in der Umfrage übrigens der Ziegelbau mit 37 Prozent, gefolgt von Holz als bevorzugtem Baumaterial. Ein Viertel der Befragten sagte jedoch, dass ihnen die Bauweise egal sei.

Die steigende Nachfrage in eine energieeffiziente und nachhaltige Bauweise spricht für sich und hilft der Energiewende auf die Sprünge. Ökologische Immobilien gelten generell auch als wertbeständige und solide Geldanlageform. Da der Kauf einer Immobilie aber immer liquide Mittel bindet, macht dagegen eine Festzinsanlage in ökologische Gebäude Immobilien-Assets zur liquiden Anlageform. Der Anleger profitiert von nennenswerten Zinsen und variablen Laufzeiten.

(StadtSpiegel)