| 13.32 Uhr

Viele Feuerwehr-Einsätze am vergangenen Samstag

Meerbusch. Am vergangenen Samstag mussten die Löschzüge der Meerbuscher Feuerwehr gleich zu mehreren Einsätzen raus. Von Alexander Ruth

Das war ein Samstag, den die Feuerwehr Meerbusch schon länger nicht mehr hatte: Morgens um 8.33 Uhr meldete die Polizei, dass in der Strümper Musikschule schon längere Zeit der hausinterne Räumungsalarm auf Grund eines Rauchmelders von außen zu hören sei. Da sich um diese Uhrzeit noch niemand in der Musikschule aufhielt, wurde diese Meldung nicht früher erkannt. „Die Feuerwehr muss auch bei einer solchen Meldung von einem Branderereignis im Gebäude ausgehen und entsandte die Löschzüge aus Strümp und Osterath, den Führungsdienst der Feuerwehr Meerbusch und eine Drehleiter“, sagt Frank Mohr, Sprecher der Feuerwehr Meerbusch. Die Feuerwehr kontrollierte alle Räume in der Musikschule und identifizierte den ursächlichen Rauchmelder. „Wie schon erwartet wurde aber keine Brandgefahr in dem städtischen Gebäude angetroffen.“ Nach 30 Minuten war der Einsatz beendet.

In der Mittagszeit rückte der Löschzug Osterath dann mit vier Mann zur Kaarster Straße aus. Hier war ein Jungvogel aus dem Nest gefallen. „Eine Rückführung in das Nest war allerdings nicht möglich.“ Auch wenn diese Art von Meldungen nicht in das hauptsächliche Aufgabenfeld der Feuerwehr Meerbusch fällt, nahmen sich die Wehrleute dem Vogel an.

Gegen 15.11 Uhr wurde der Löschzug Lank-Latum zu einem PKW Brand auf die A44 gerufen. In Höhe der Anschlussstelle Lank-Latum schlugen beim Eintreffen der Einsatzkräfte Flammen aus dem Motorraum des Fahrzeugs. Die Feuerwehr setzte einen Trupp unter Atemschutz mit einem Strahlrohr zur Brandbekämpfung ein. Nach fünf Minuten war das Feuer gelöscht. Die Nachkontrolle und Aufräumarbeiten dauerten rund 30 Minuten. Personen kam zum Glück nicht zu Schaden.

Etwas anders verlief ein Einsatz am Bösinghovener See, dem „Bö-See“. Hier kam es aus bisher unbekannten Gründen zu einem tragischen Badeunfall. Laut Polizeimeldung schwamm ein 18-jähriger Neusser in Begleitung weiterer Personen im dortigen See und ging aus ungeklärten Gründen plötzlich unter. „Ersthelfern gelang es, ihn nach mehreren Minuten unter Wasser ans Ufer zu bringen und zu reanimieren.“ Die „Laienreanimation“ des bewusstlosen Mannes setzten die Ersthelfer bis zum Eintreffen des Notarztes fort. Die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven unterstützte mit zehn Einsatzkräften die Rettungsaktion und transportierte den Patienten am Seeufer von der Unglücksstelle zum Rettungswagen.

In den frühen Abendstunden wurde in Langst-Kierst ein Hund im Rhein gemeldet. Glücklicherweise brauchten die alarmierten Einsatzkräfte aus Langst-Kierst und das Mehrzweckboot aus Büderich nicht mehr zum Einsatz kommen, da der Hund vor Eintreffen der Rettungskräfte den Rhein wieder verlassen konnte.

Aufgrund der zwei letzten beiden Einsätze warnt die Feuerwehr Meerbusch nochmals vor dem Schwimmen im Rhein. „Hier besteht sowohl für Menschen als auch für Tiere absolute Lebensgefahr.“ Auch beim Schwimmen in Meerbuschs Seen gilt besondere Achtsamkeit mit unbekannten Gewässern. „Gehen Sie niemals alleine schwimmen und überschätzen sie Ihr Können nicht bei großer Hitze und körperlicher Anstrengung.“

(StadtSpiegel)